Arnold Ehret, dem großen deutschen Fasten- und Rohkostpionier gewidmet, der schon vor 100 Jahren den Naturweg erkannte!


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Annette Stege
Mein Weg zur Rohkost
 
 



Rohkostbewegung: eine Sekte?

Mitte letzten Jahres traf ich meinen jüngeren Bruder auf einer Familienfeier. Fröhlich Trauben kauend berichtete er mir in groben Zügen von der Rohkost, die sein Leben verändert hatte. Nachdem er jahrelang unter schlimmstem Sodbrennen gelitten hatte, Unmengen von Säurehemmern zu seinen täglichen Begleitern gehörten, sei er dieses Problem auf einfachste Weise binnen Tagen losgeworden.

Ich: ungläubig.

Außerdem hatte ich nie Sodbrennen und trotz langer Reise durch die verschiedensten Ernährungsformen noch nie etwas von Leuten gehört, die nur noch rohe Lebensmittel essen. Nie mehr Brot?! - Für mich unvorstellbar! War ich doch stolze Besitzerin einer Getreidemühle und eines Brotbackautomaten.

Nun, ich überließ meinen Bruder seinem zweifelhaftem Schicksal, bis....ja, bis zur nächsten Familienfeier, auf der er kundtat, daß sich Nachwuchs in seiner Familie einstellen sollte. Auf meine Frage, wie er denn sein Baby ernähren wolle, ob es auch nur rohes Essen und kein Brot bekommen sollte, antwortete er: "Ja."

Da begann ich mich doch zu sorgen .
Ich sah sein Kind das erste Lebensjahr nicht überleben und fragte ihn konkret nach "Führern oder Gurus" dieser merkwürdigen Bewegung. Das Wort "Sekte" vermied ich tunlichst. Er lachte nur und ich beschloß, da ich aus einschlägiger Sektenliteratur wußte, nur durch Wissen die armen Betroffenen aus den Krallen der Sektierern befreien zu können, mich schlau zu machen. Also rief ich ihn an und fragte nach Einstiegsliteratur zu diesem Thema. Ich wollte ihn mit seinen eigenen verschrobenen Argumenten verbal aushebeln.

Mein Bruder nannte mir das Antikochbuch von Wandmaker und ich las es sofort, nachdem ich es gekauft hatte.

Nun....schon nach wenigen Kapiteln merkte ich, wohin der Hase lief - nämlich bestimmt nie mehr in meinen Kochtopf!

Mein vollwertumnebelter Verstand begann sich zu lichten. Nach einem Drittel der Lektüre legte ich das Buch beiseite und wußte, würde ich es zu Ende lesen, wäre nie mehr etwas, wie es vorher war.

Ich las es zu Ende.

Es klang alles so unglaublich, daß mir nur übrig blieb, es auszuprobieren .

Ich hielt mich vorher nicht für leidend oder krank, wie ich mich aber dann veränderte, schon nach wenigen Tagen, war unglaublich. Die Dauermüdigkeit und Antriebslosigkeit sei normal für mein Alter, dachte ich. Kreislaufschwäche, na ja, hat man halt hin und wieder.

All das war nach kurzer Zeit vorbei. Der Energiezuwachs war immens. Nach drei Tagen war ich dem Kaffee entwöhnt, der zwecks "Hallo wach" mehrfach täglich in mich hineinfloß.

Ich begann, meine zusätzliche Lebenszeit für mich sinnvoll zu nutzen. Endlich hatte ich Energie genug! Ich lerne Klavier spielen und lasse mich in die Geheimnisse des Computers einweihen, lese viele Bücher, ohne durch das nachmittägliche Verdauungskoma gelähmt zu sein. Was für ein kleiner Aufwand und was für ein großartiges Ergebnis!

Wenn ich so vor mich hingrübele....mein Sohn sagt, ich sei ja jetzt auch in der "Rohkostsekte"....hmm....aus seiner Sicht hat er irgendwie recht....aber was soll's - mir ging es nie besser! Ich danke H.Wandmaker, H.Shelton, P.Bragg, G.Wilz, H.und M.Diamond u.v.m. Ich liebe meinen Bruder, weil er mir die Augen geöffnet hat.

Annette Stege

annette@rohkostfreunde.de

 
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